normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
Teilen auf Facebook
 

Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Putbus


Mit Zustimmung des Provinzialrathes wird unter der von dem Herrn Minister des Inneren genehmigten Aufhebung aller entgegenstehenden Bestimmungen die Polizei-Verordnung betreffend das Feuerlöschwesen für das platte Land der Provinz Pommern, auf Grund des § 76 der Provinzialverordnung vom 29. Juni 1875 und des § 6 im Gesetze über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 erlassen.


Die Gründung


Auf der Grundlage dieser Feuerlöschordnung für das platte Land der Provinz Pommern vom 11. August 1899 gründete sich am 28. Dezember 1899 die Freiwillige Feuerwehr Putbus unter ihrem damaligen Hauptmann, dem Goldschmied Heinrich Behm. Ihm hatten sich weitere 21 Bürger angeschlossen. Am 15. Februar 1900 fand die erste Einkleidung der Kameraden statt, der Antrag zur Anschaffung von Pickelhauben wurde aus Geldmangel abgelehnt, denn anders als heute, bekam die Feuerwehr Löschgeräte und Uniformen nicht von der Gemeinde gestellt, sondern musste diese aus Eigenmitteln der Wehr anschaffen. Auf der am 3. Oktober 1901 stattfindenden Generalversammlung wurde der Gastwirt, Kamerad Ernst Hintze für die Dauer von drei Jahren zum stellvertretenden Haupt-mann gewählt, sowie der Kamerad Wilhelm Schätzgen zum Obersteiger.


Am 27. November 1901 wurde der Rügensche Feuerwehrverband von den bereits bestehenden Wehren Binz, Putbus, Garz und Göhren gegründet. Aus der Putbusser Wehr arbeitete der Kamerad Behm im Vorstand mit. Der junge Verband setzte sich besonders die weitere Verbreitung des Feuerlöschwesens zum Ziel. Zum Zweck der Gründung weiterer Wehren wurde seitens der Vorstandsmitglieder in verschiedenen Orten Vorträge gehalten, die zur Gründung der Wehren Altenkirchen, Saßnitz, Bergen und Sellin führte.


Im Jahre 1903 wurden alle 23 Kameraden mit von der königlichen Landgendarmerie Berlin abgelegten Mänteln versorgt. Das Stück kostete noch 4 Mark (zum Vergleich 500g Butter kosteten 1,20 Mark). Für die Gesamtsumme musste ein Kredit bei der hiesigen Darlehenskasse mit Zinsen aufgenommen werden.


Zur Bekämpfung eines Schadenfeuers im Stallgebäude des Kossäten Ludwig Teetz mußte die Putbusser Wehr am 27. Juli 1903 nach Neuendorf ausrücken. Auch Sr. Durchlaucht, als derzeitiger Amtsvorsteher der Gemeinde Putbus war sofort zur Feuerstelle geeilt. Dem Teetz sind Heu, Nutz- und Brennholz, Ferkel und Reusennetze verbrannt. Am 10. Februar 1904 kam es zu einem Großfeuer auf dem Bantow'sehen Grundstück in Putbus. ....

 

Lesen sie mehr von der [Chronik]